Was ist eigentlich Qigong?
"Qigong ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von Übungen, denen gemeinsam ist, daß sie die Qualität und Quantität des Qi mittels Atmung und Vorstellungskraft, meist unterstützt durch Bewegung, zumindest aber durch eine bestimmte Körperhaltung, fördern. Gong wird in der Regel mit Disziplin, Geschick oder Arbeit übersetzt. In Verbindung mit Qi meint er das Erler-nen der Fähigkeiten, das Qi wahrzunehmen, aufzunehmen, zu lenken und zu bewahren, und zwar in einer regelmäßigen Übungspraxis.
Qigong, soviel wird schon aus dieser Übersetzung deutlich, hat also mit Arbeit zu tun und ist nichts Mystisches, Wundersames oder gar Geheimnisvolles. Mit den oft seltsam anmutenden Bewegungen werden weder Geister vertrieben noch herbeigeholt. Obwohl Qigong in einem spirituellen Kontext entstanden ist, braucht man an nichts zu glauben und weder Buddhist noch Daoist zu werden, um davon zu profitieren. Qigong ist eine sehr subtile Form der Arbeit mit dem Qi, mit unserer Lebensenergie.
Wahrscheinlich kennen Sie das Autogene Training, eine sehr gebräuchliche, oft auch von Ärzten empfohlene Übung, bei der man sich mit Hilfe von Vorstellungen und Autosuggestionen entspannt. Man geht dabei gedanklich durch alle Körperteile und stellt sich vor, daß sie ganz schwer und angenehm warm werden, und läßt außerdem den Atem ruhig und tief werden. Wenn man das Autogene Training beherrscht, kann man sich damit sehr schnell von einem angespannten, nervösen Zustand in einen Ruhe- und Erholungszustand bringen.
Das Konzept des Qigong ist ein sehr viel umfassenderes. Vergleichbar ist jedoch der Aspekt, daß wir mit Hilfe unserer Vorstellungskraft unsere Energien beeinflussen können."
Aus: Ilona Daiker/ Barbara Kirschbaum, Die Heilkunst der Chinesen, Hamburg 1997, Seite 159
Warum Qigong an der Schule?
Qigong-Übungen vermitteln ein Gefühl von lebendiger Ruhe und fördern Motivationsbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit beim Lernen. Zum Beispiel für längere Arbeitsphasen am Computer können die Übungen als Ausgleich eingesetzt werden.
Falls Sie mehr wissen möchten, dürfen Sie gerne bei mir nachfragen.
Eveline Klinger