Die Berufsoberschule Wirtschaft versteht sich als eine Schule, in der die Selbstentfaltung und Mündigkeit, die individuelle und soziale Verantwortung aller Schülerinnen und Schüler auf der Basis eines demokratischen Grundverständnisses als zentrales Bildungsziel gefördert wird.
I. Der Unterricht
Die Berufsoberschule Wirtschaft fördert eine Lernkultur, die allen Schülerinnen und Schülern Wertschätzung entgegenbringt und diese als eigenständige Persönlichkeiten respektiert.
Wir setzen uns zum Ziel ein lebenslanges und nachhaltiges Lernen zu realisieren und zu einem Lernen in Selbstverantwortung anzuregen. Im Vordergrund steht dabei die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, die auch unter Einbezug berufspraktischer und theoretischer Kenntnisse und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler zur Studierfähigkeit beitragen sollen. Dabei wird unter Berücksichtigung ganzheitlicher Aspekte sowohl die intellektuelle, soziale und kommunikative Kompetenz als auch die Konfliktfähigkeit der Schülerinnen und Schüler gefördert.
Wir setzen dies um, indem wir
- den unterschiedlichen Ausgangslagen, Interessen und Ansprüchen der Schüler und Schülerinnen Rechnung tragen.
- aktuelle und praktische Bezüge aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler im Unterricht herstellen.
- die Allgemeinbildung fördern und dabei den Wirtschaftswissenschaften, Fremdsprachen, Natur-, Gesellschafts - und Geisteswissenschaften gleichermaßen Rechnung tragen.
- im Unterricht moderne Unterrichtsmethoden realisieren, die einen kooperativen Arbeitsstil gewährleisten, die neben dem traditionellen den selbstständigen Wissenserwerb ermöglichen und die Stressabbau mit einbeziehen.
- die Ansätze zur Kreativität unserer Schülerinnen und Schüler auch im Rahmen eines fächerübergreifenden und projektorientierten Arbeitens fördern.
- unter Einbezug neuer Technologien in den Unterricht zu einer adäquaten Medienkompetenz beitragen.
Wir setzen uns zum Ziel im Unterricht die Chancengerechtigkeit zu realisieren.
Wir setzen dies um, indem wir
- zur Förderung ausländischer Schülerinnen und Schüler beitragen, damit ein interkultu-relles Schulleben in Toleranz realisierbar wird.
- eine differenzierte Förderung von sowohl leistungsschwachen als auch von besonders begabten Schülerinnen und Schülern anstreben.
- geschlechtsspezifische Aspekte in die Gestaltung und Organisation des Unterrichts ein-fließen lassen.
II. Das Schulleben
Erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse setzen ein gutes Schulklima voraus. Wir verstehen uns als eine Schule, in der ein gutes Arbeitsklima angestrebt und eine den Bedürfnissen entspre-chende Schulkultur geschaffen wird.
Wir setzen dies um, indem wir
- das subjektive physische und psychische Wohlbefinden sowohl von Schülerinnen und Schülern als auch von Lehrerinnen und Lehrern fördern.
- "schwierigen" Schülerinnen und Schülern eine Beratung anbieten und adäquate Maß-nahmen zur Konfliktlösung suchen.
- eine Studienberatung für die Schulabgänger anbieten.
- die Schülerinnen und Schüler dazu auffordern am Schulleben aktiv teilzunehmen.
- Umweltbewußtsein und Umweltverantwortung fördern.
- den interkulturellen Austausch pflegen.
- die individuellen Talente und Interessen der Schülerinnen und Schüler durch Angebote, die außerhalb des Unterrichts liegen fördern.
- das Interesse der Schülerinnen und Schüler durch außerschulische kulturelle Angebote anregen.
- bereits zu Beginn eines Schuljahres durch gezielte Aktionen für die Schulanfänger für ein gutes Klassenklima sorgen.
- Referentinnen und Referenten, Autoren und Autorinnen einladen, die zu aktuellen The-men der Zeit referieren, lesen und mit den Schülerinnen und Schülern diskutieren.
- für die "Freundlichkeit" und Zweckmäßigkeit des Arbeitsplatzes "Schule" sorgen, indem das Schulhaus den Bedürfnissen entsprechend gestaltet wird.
- Schulfeste organisieren.
III. Das Schulmanagement
Die Leitung der Berufsoberschule Wirtschaft (Direktion und Administration) setzt sich zum Ziel einen kooperativen, konsensbereiten und zielorientierten Stil zu entwickeln. Sie motiviert die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihre Fähigkeiten entsprechend einzusetzen.
Sie setzt dieses Ziel um, indem sie
- allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wertschätzung und Loyalität entgegen bringt.
- eine vertrauensvolle , offene Kommunikation pflegt.
- ihre pädagogisch- beratende Kompetenz sorgfältig wahrnimmt.
- Kritik und Fragen zulässt .
- die Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Schaffung von Kom-petenzen und Freiräumen fördert.
- die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in schulische Entscheidungsfindungsprozesse mit-einbezieht.
- Entscheidungen transparent macht.
- Ziele gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet, vereinbart und überprüft.
- sich der Beschaffung notwendiger Ressourcen annimmt und diese gerecht verteilt
- den persönlichen Belangen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Verständnis entgegen-bringt.
IV. Außenbeziehung
Wir setzen uns zum Ziel unsere Außenbeziehungen zu pflegen und auszubauen um den Bekanntheitsgrad der Berufsoberschule Wirtschaft zu erhöhen. Durch eine lebendige Kommunikation mit der außerschulischen Realität wollen wir uns neuen Anforderungen stellen und uns weiterentwickeln.
Wir setzen dies um, indem wir
- die Kontakte zu den anderen weiterführenden beruflichen Schulen suchen und pflegen.
- die Kontakte mit schulexternen Institutionen ausbauen und pflegen.
- zur Verbesserung der Kommunikation ein sog. Kontaktnetz aufbauen.
- zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen Referentinnen und Referenten einladen, die zur Auseinandersetzung auffordern.
V. Personalentwicklung
Angestrebt wird eine Kollegialität, die sich durch gegenseitigen Respekt, Wertschätzung, Teamfähigkeit, Solidarität und Konfliktfähigkeit auszeichnet und in der Professionalität, Flexi-bilität, geistige Beweglichkeit, Kreativität und Ausdauer angestrebt wird.
Wir setzen dies um, indem wir
- in Eigenverantwortung handeln und unseren pädagogischen Freiraum verantwortungs-bewusst nutzen.
- die Teamarbeit fördern und die Kooperation untereinander stärken.
- offen sind für neue und innovative Konzepte und bereitwillig Fortbildungsangebote wahrnehmen.
- die kritische Reflexion unseres Umgangs miteinander und unserer Tätigkeit als integrati-ven Bestandteil unserer Arbeit sehen.
- eine lebendige Vielfalt im Kollegium fördern und Toleranz üben.
VI. Organisationsentwicklung und Qualitätsentwicklung
Wir erfüllen unseren Erziehungsauftrag in einer dezentralen Struktur.
Wir setzen dies um, indem wir
- Gremien bilden, die spezielle Verwaltungsaufgaben erfüllen und koordinieren.
- das Kollegium bzw. seine Vertreterinnen und Vertreter bei schulischen Entscheidungen miteinbeziehen.
- ein Schulprogramm als Handlungskonzept erstellen, jährlich überprüfen und ggf. erneu-ern.
- die im Rahmen der Schulentwicklung anfallenden Aufgaben in Arbeitsgruppen erledigen.
- die Qualitätsentwicklung in unser Schulleben mehr und mehr integrieren, indem wir so-wohl die Unterrichtsqualität evaluieren als auch die Schulqualität von allen Beteiligten bewerten lassen.
München, den 1. Juli 2007